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Fehler mit PST- und OST-Dateien: So reparieren Sie beschädigte Daten

Mittel 30 Min. Aktualisiert:

Kurze Antwort

Fehler mit PST- und OST-Dateien lassen sich meist durch Ausführen des integrierten Tools `scanpst.exe` für PST-Dateien beheben, bzw. durch Erstellen eines neuen Profils oder erneutes Synchronisieren für OST-Dateien. Erstellen Sie vor jeder Reparatur eine Kopie der Datei. Wenn der Fehler wiederholt auftritt, kann eine beschädigte Festplatte oder eine zu große Datei die Ursache sein.

So erkennen Sie das Problem

  • Outlook zeigt die Meldung, dass die Datendatei beschädigt ist oder nicht geöffnet werden kann
  • Das Programm stürzt ab oder friert ein, wenn E-Mails geöffnet werden
  • Nach einem Neustart fehlen Nachrichten, Ordner oder Kontakte
  • Beim Senden und Empfangen tritt der Fehler 0x8004010F oder ein ähnlicher Code auf
  • Outlook fordert zur Ausführung einer Prüfung der Datendatei auf

Häufigste Ursachen

Beschädigung durch unsachgemäßes Schließen

Wenn der Computer ausgeschaltet oder Outlook während des Schreibens gewaltsam beendet wird, kann die PST- oder OST-Datei beschädigt bleiben. Auch bei Stromausfall kann es zu Beschädigungen kommen.

Zu große Datendatei

PST-Dateien im älteren Format (ANSI) haben eine Größenbeschränkung von 2 GB, und auch neuere Dateien können die Leistung beeinträchtigen, wenn sie riesig sind. Outlook kann einen Fehler melden, wenn die Datei die empfohlene Größe überschreitet.

Defekte Festplatte oder Netzwerkunterbrechung

Beschädigte Sektoren auf der Festplatte oder eine Unterbrechung der Verbindung zum Exchange-Server können die OST-Datei in einem inkonsistenten Zustand hinterlassen. Die Synchronisierung meldet dann einen Fehler.

Fehlerhaftes Profil oder Add-In

Selten verursacht das Outlook-Profil selbst oder ein Add-In, das die Datendatei verändert, das Problem. Dann hilft die Dateireparatur nicht, bis die Ursache beseitigt ist.

Lösung Schritt für Schritt

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    Erstellen Sie eine Kopie der Datendatei

    Öffnen Sie zuerst Outlook und finden Sie die Datei: Gehen Sie zu Datei > Kontoeinstellungen > Kontoeinstellungen, dann Datendateien und notieren Sie den Pfad. Schließen Sie dann Outlook und kopieren Sie die .pst- oder .ost-Datei an einen anderen Ort oder auf ein externes Laufwerk. So sichern Sie Ihre Daten, falls die Reparatur fehlschlägt.

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    Führen Sie das Prüftool für PST-Dateien aus

    Das Tool scanpst.exe ist in Outlook enthalten. Suchen Sie es im Ordner C:\Program Files\Microsoft Office\root\Office16 (oder einem ähnlichen Pfad für Ihre Version). Starten Sie es, klicken Sie auf Durchsuchen und wählen Sie die PST-Datei aus. Bevor Sie auf Starten klicken, aktivieren Sie in den Optionen die Erstellung einer Sicherungskopie, und starten Sie dann die Prüfung.

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    Wiederholen Sie die Prüfung, bis die Fehler behoben sind

    Nach der ersten Reparatur kann das Tool melden, dass weitere Fehler vorliegen. Führen Sie es erneut aus, bis angezeigt wird, dass die Datei in Ordnung ist. Wenn die Fehler immer wieder auftreten, ist die Datei wahrscheinlich schwer beschädigt; überprüfen Sie Festplatte und Add-Ins (Schritt 6), und importieren Sie bei einer PST-Datei schließlich die Daten aus der Sicherung (Schritt 7).

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    Erstellen Sie für OST-Dateien ein neues Profil

    Die OST-Datei ist der Cache eines Exchange- oder Microsoft 365-Kontos und wird nicht direkt repariert. Gehen Sie zu Systemsteuerung > Mail > Profile anzeigen > Hinzufügen und erstellen Sie ein neues Profil mit demselben Konto. Outlook lädt die Daten erneut vom Server herunter. Das alte Profil können Sie entfernen, sobald Sie sicher sind, dass alles funktioniert und die Synchronisierung abgeschlossen ist.

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    Erstellen Sie die OST-Datei neu

    Wenn Sie kein neues Profil wünschen, schließen Sie Outlook und benennen Sie die vorhandene .ost-Datei um (hängen Sie .old an das Ende an). Starten Sie Outlook; es erstellt eine neue OST-Datei und synchronisiert die E-Mails. Führen Sie diesen Vorgang nur durch, wenn es sich um ein Exchange- oder Microsoft 365-Konto handelt und alle Daten mit dem Server synchronisiert sind, da lokal nicht synchronisierte Elemente verloren gehen können.

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    Überprüfen Sie die Festplatte und deaktivieren Sie Add-Ins

    Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie zuerst chkdsk C: /scan aus, was die Festplatte nur prüft. Wenn das Tool Fehler meldet, erstellen Sie eine Kopie wichtiger Daten und führen Sie erst dann chkdsk C: /f aus (auf dem Systemlaufwerk wird ein Neustart angefordert). Gehen Sie dann in Outlook zu Datei > Optionen > Add-Ins und deaktivieren Sie verdächtige Add-Ins. Wenn der Fehler verschwindet, aktivieren Sie die Add-Ins einzeln wieder, um den Verursacher zu finden.

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    Stellen Sie die Daten aus der Sicherung wieder her

    Wenn die PST-Datei nicht repariert werden kann, importieren Sie die Kopie: Datei > Öffnen & Exportieren > Importieren/Exportieren > Aus einem anderen Programm oder einer anderen Datei importieren > Outlook-Datendatei (.pst). Wählen Sie die Sicherungsdatei und den gewünschten Ordner. Überprüfen Sie nach dem Import, ob Nachrichten und Kontakte vorhanden sind. Beachten Sie, dass nur die Daten wiederhergestellt werden, die in der Kopie enthalten waren.

Wenn das Problem tiefer liegt als die Datei

Wenn der Fehler auch nach einem neuen Profil und der Reparatur wieder auftritt, liegt die Ursache wahrscheinlich in der Hardware oder im Konto selbst. Überprüfen Sie die Festplattengesundheit mit dem Tool des Herstellers (z. B. Samsung Magician oder Western Digital Dashboard) und sehen Sie im Ereignisanzeige > Windows-Protokolle > System nach Festplattenfehlern. Prüfen Sie bei einem Microsoft 365-Konto, ob das Postfach auf dem Server über Webmail erreichbar ist; wenn dort alles funktioniert, liegt das Problem lokal vor. Teilen Sie große PST-Dateien (über 20 GB) in mehrere kleinere auf oder wechseln Sie zu einem Exchange-/IMAP-Konto, bei dem die E-Mails auf dem Server gespeichert werden. Erstellen Sie regelmäßig eine Kopie der PST-Datei auf einem externen Laufwerk, da die Reparatur nicht immer alle Daten wiederherstellt.

So beugen Sie vor

  • Schließen Sie Outlook immer, bevor Sie den Computer ausschalten, und warten Sie, bis das Programm beendet ist
  • Erstellen Sie wöchentlich eine Kopie der PST-Datei auf einem anderen Laufwerk oder in der Cloud
  • Halten Sie die PST-Datei unter 20 GB und archivieren Sie ältere Nachrichten
  • Aktualisieren Sie Outlook und Windows regelmäßig mit Patches

Wann Sie einen Profi rufen sollten

Wenn der Fehler auch nach der Reparatur und einem neuen Profil wieder auftritt oder wenn Anzeichen für einen Festplattendefekt vorliegen, wenden Sie sich besser an den IT-Support. Dieser kann die Hardware überprüfen, Daten sichern und bei Bedarf das Konto auf dem Server wiederherstellen.

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Häufige Fragen

Kann die Reparatur einer PST-Datei Nachrichten löschen?

Das Tool `scanpst.exe` erstellt vor der Reparatur eine Sicherungskopie, wenn Sie dies auswählen, kann aber in seltenen Fällen beschädigte Teile entfernen. Kopieren Sie die Datei daher zuerst manuell an einen sicheren Ort.

Kann ich eine OST-Datei mit demselben Tool reparieren?

Nein, `scanpst.exe` funktioniert nur mit PST-Dateien. Bei OST-Dateien hilft ein neues Profil oder das Umbenennen der Datei, damit Outlook eine neue erstellt und die E-Mails erneut vom Server herunterlädt. Erstellen Sie vorher eine Kopie und prüfen Sie, ob alle Daten synchronisiert sind, da lokal nicht synchronisierte Elemente verloren gehen können.

Was bedeutet der Fehler 0x8004010F?

Er zeigt an, dass Outlook nicht auf den Datenordner zugreifen kann, oft aufgrund eines beschädigten Profils oder einer PST-/OST-Datei. Ein neues Profil oder eine Dateireparatur hilft, je nach Kontotyp.

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