Kurze Antwort
Für ein zuverlässiges NAS-Backup in einem kleinen Unternehmen wählen Sie ein NAS mit mindestens zwei Festplatten im RAID 1 oder SHR, erstellen Freigaben für Daten und Backup, aktivieren geplante Kopien von Computern auf das NAS und testen regelmäßig die Wiederherstellung. Legen Sie unbedingt auch eine Kopie außerhalb des Standorts an, denn ein NAS ersetzt nicht die 3-2-1-Regel.
So erkennen Sie das Problem
- Daten liegen nur auf den Computern der Mitarbeiter, ohne zentrale Kopie
- Das vorhandene NAS wird nur als Netzlaufwerk genutzt, ohne geplante Backups
- Niemand weiß, ob das Backup überhaupt ausgeführt wird und ob es korrekt ist
- Es gibt keine Kopie außerhalb des Büros, daher ist das Risiko durch Feuer oder Diebstahl hoch
- Die Wiederherstellung wurde nie getestet
Häufigste Ursachen
NAS ist nicht für Backup konfiguriert
Das NAS wurde gekauft und als Netzlaufwerk freigegeben, aber es sind keine geplanten Kopieraufgaben von den Computern auf das NAS eingerichtet.
Kein RAID-Schutz oder falsch konfiguriert
Eine einzelne Festplatte im NAS oder RAID 0 bedeutet, dass der Ausfall einer Festplatte alle Daten zerstört. RAID 1 oder SHR schützt vor Festplattenausfall, aber nicht vor Löschung.
Kopie existiert nur auf dem NAS
Wenn das NAS die einzige Kopie ist, bedeutet der Verlust des NAS (Defekt, Diebstahl, Feuer) den Verlust aller Daten.
Keine Wiederherstellungstests
Ein Backup, das nicht getestet wurde, kann nicht als zuverlässig gelten. Oft stellt sich heraus, dass die Kopie unvollständig ist oder nicht wiederhergestellt werden kann.
Lösung Schritt für Schritt
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Wählen Sie ein NAS mit mindestens zwei Festplatten
Für kleine Unternehmen empfiehlt sich ein NAS mit zwei oder mehr Einschüben (z. B. Synology oder QNAP) und Festplatten gleicher Größe. Erstellen Sie vor der Initialisierung des NAS und der RAID-Einrichtung unbedingt eine Kopie der vorhandenen Daten, da die Festplatten bei der Konfiguration formatiert werden können. Richten Sie RAID 1 (Spiegelung) oder SHR ein, wenn das Gerät dies unterstützt, damit der Ausfall einer Festplatte den Betrieb nicht unterbricht. Planen Sie die Kapazität so, dass sie mindestens doppelt so groß ist wie die aktuellen Daten.
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Verbinden Sie das NAS mit dem Netzwerk und nehmen Sie die Grundeinrichtung vor
Verbinden Sie das NAS per Netzwerkkabel mit dem Router oder Switch, nicht über Wi-Fi. Finden Sie es mit dem Tool des Herstellers oder geben Sie seine IP-Adresse im Browser ein. Führen Sie die Ersteinrichtung durch: Sprache, Zeitzone, Administratorkennwort, Firmware-Update und Erstellung von Benutzerkonten.
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Erstellen Sie Freigaben und weisen Sie Berechtigungen zu
Erstellen Sie einen Ordner für gemeinsame Daten (z. B.
Dokumente) und einen separaten Ordner für Computer-Backups (z. B.Backup). Weisen Sie Zugriffsrechte nach Benutzern oder Gruppen zu: Mitarbeiter erhalten nur Zugriff auf das, was sie benötigen, und der Backup-Ordner ist nur für den Administrator und das Backup-Konto zugänglich. - 4
Aktivieren Sie geplante Kopien von Computern
Aktivieren Sie auf dem NAS das integrierte Backup-Tool, wenn es die Sicherung von Computern unterstützt (z. B. Synology Active Backup for Business), oder installieren Sie das Client-Tool des Herstellers (z. B. QNAP NetBak Replicator) und fügen Sie die Computer hinzu. Wählen Sie aus, was kopiert wird (gesamte Festplatte oder nur Benutzerordner), den Zeitplan (z. B. täglich um 18 Uhr) und die Aufbewahrung von Versionen. Alternativ können Sie auf jedem Computer den Windows-Dateiversionsverlauf oder ein ähnliches Tool einrichten, das auf den Netzwerkordner kopiert.
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Richten Sie eine Kopie des NAS auf eine externe Festplatte oder in die Cloud ein
Erstellen Sie in den Backup-Tools des NAS eine Aufgabe, die wichtige Ordner auf eine am NAS angeschlossene externe USB-Festplatte oder in einen Cloud-Speicher kopiert. Legen Sie einen Zeitplan fest, zum Beispiel täglich nachts, und aktivieren Sie Benachrichtigungen bei Fehlern. Dadurch erhalten Sie eine zweite Kopie außerhalb des Haupt-NAS. Wenn Sie eine USB-Festplatte verwenden, bringen Sie diese gelegentlich außerhalb des Büros oder wechseln Sie zwischen zwei Festplatten, um auch eine Kopie außerhalb des Standorts zu haben.
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Aktivieren Sie Benachrichtigungen und Integritätsprüfung
Richten Sie E-Mail-Benachrichtigungen für erfolgreiche und fehlgeschlagene Backup-Aufgaben ein. Aktivieren Sie die regelmäßige Integritätsprüfung des RAID und den SMART-Status der Festplatten. Überprüfen Sie die Berichte regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, um Probleme rechtzeitig zu erkennen.
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Testen Sie die Wiederherstellung auf einem Testcomputer
Stellen Sie einmal im Monat einige Dateien oder einen ganzen Ordner aus dem Backup auf einem Testcomputer oder in einem temporären Ordner wieder her. Prüfen Sie, ob die Dateien korrekt sind und sich öffnen lassen. Dokumentieren Sie den Wiederherstellungsvorgang in einem kurzen Dokument, damit auch Kollegen ihn wiederholen können.
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Schützen Sie das NAS und das Backup vor Missbrauch
Deaktivieren Sie nicht benötigte Dienste, verwenden Sie starke Kennwörter und die Zwei-Faktor-Authentifizierung, falls verfügbar. Installieren Sie regelmäßig Sicherheitsupdates der Firmware. Schützen Sie den Backup-Ordner vor Löschung oder Änderung durch normale Benutzer und erwägen Sie einen unveränderlichen (immutable) Modus, wenn das NAS dies unterstützt.
Wenn Sie sich noch immer nicht sicher sind, ob das Backup korrekt ist
Wenn das NAS die gewünschten Funktionen nicht unterstützt oder Sie keinen zuverlässigen Zeitplan erreichen können, ziehen Sie in Betracht, einen IT-Fachmann für die Ersteinrichtung und Dokumentation hinzuzuziehen. Für kleine Unternehmen ist es sinnvoll, eine einfache Richtlinie einzuführen: Daten werden auf dem NAS gespeichert, das Backup geht auf eine externe Festplatte, die gewechselt und außerhalb des Büros aufbewahrt wird, und einmal im Monat wird die Wiederherstellung getestet. Bei begrenztem Budget haben Finanzdaten, Verträge und Datenbanken Priorität. Vergessen Sie auch selten genutzte Computer nicht; auch sie sollten in den Zeitplan aufgenommen oder mit einer klaren Entscheidung von der Backup-Pflicht ausgenommen werden.
So beugen Sie vor
- Überprüfen Sie regelmäßig die Backup-Berichte und den Festplattenstatus
- Bewahren Sie eine Kopie außerhalb des Standorts auf (externe Festplatte oder Cloud)
- Testen Sie die Wiederherstellung mindestens einmal im Monat
- Aktualisieren Sie die NAS-Firmware und verwenden Sie starke Kennwörter
Wann Sie einen Profi rufen sollten
Wenn Sie RAID, Backup-Aufgaben oder die Wiederherstellung nicht einrichten können oder das NAS die erforderlichen Funktionen nicht unterstützt, wenden Sie sich an einen IT-Fachmann, um unzuverlässige Kopien und Datenverlust zu vermeiden.
IT-Infrastruktur-Wartung · Server, Netzwerke, Backup, Sicherheit und HelpdeskHäufige Fragen
Reicht RAID als Backup aus?
Nein. RAID schützt vor Festplattenausfall, aber nicht vor Löschung, Ransomware oder Diebstahl. Sie benötigen eine zusätzliche Kopie an einem anderen Ort.
Wie oft sollte ich ein Backup auf das NAS durchführen?
Für die meisten kleinen Unternehmen reicht ein tägliches Backup der wichtigsten Ordner. Wenn sich Daten häufig ändern, ziehen Sie ein Backup alle paar Stunden in Betracht.
Kann ich das NAS als einzige Datenkopie verwenden?
Nein. Das NAS sollte der zentrale Ort für Arbeitsdaten sein, aber Sie müssen unbedingt auch eine zweite Kopie außerhalb des NAS führen, nach der 3-2-1-Regel.