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Virus oder Malware auf dem Computer: So entfernen Sie sie ohne Datenverlust

Mittel 45 Min. Aktualisiert:

Kurze Antwort

Wenn Sie einen Virus oder Malware vermuten, erstellen Sie zuerst eine Sicherung Ihrer wichtigen Daten und beginnen Sie erst dann mit der Bereinigung. Verwenden Sie integrierte Tools wie Windows Security und Malwarebytes. Wenn die Bedrohung bestehen bleibt, ziehen Sie professionelle Hilfe in Betracht. Zahlen Sie niemals ein Lösegeld und löschen Sie keine Dateien, bevor Sie sie gesichert haben.

So erkennen Sie das Problem

  • Der Computer ist ungewöhnlich langsam, Programme frieren ein oder öffnen sich von selbst
  • Unbekannte Fenster, Werbung oder Symbolleisten im Browser erscheinen
  • Der Virenschutz ist deaktiviert oder kann nicht aktualisiert werden
  • Dateien fehlen oder wurden ohne Ihr Wissen geändert
  • Ungewöhnliche Festplattenaktivität oder der Lüfter läuft ständig

Häufigste Ursachen

Downloads aus unzuverlässigen Quellen

Die Installation von Programmen von nicht offiziellen Websites sowie „Crack“- oder „Keygen“-Dateien enthalten oft Malware.

Phishing-E-Mails und gefälschte Links

Ein Klick auf einen Link in einer verdächtigen E-Mail oder Nachricht kann zum Herunterladen von Schadsoftware führen.

Unregelmäßige Aktualisierung von System und Anwendungen

Ältere Versionen von Windows, Browsern und anderen Programmen haben bekannte Sicherheitslücken, die Malware ausnutzt.

Unsichere Erweiterungen und Add-ons

Browser- oder Programm-Add-ons, die ohne Prüfung installiert wurden, können bösartig sein.

Gemeinsam genutzte USB-Geräte und Netzwerkressourcen

Malware kann über infizierte USB-Sticks oder freigegebene Netzwerkordner übertragen werden.

Lösung Schritt für Schritt

  1. 1

    Erstellen Sie eine Sicherung Ihrer wichtigen Daten

    Kopieren Sie vor jeder Bereinigung Dokumente, Bilder und andere wichtige Dateien auf eine externe Festplatte oder in einen Cloud-Speicher. Erstellen Sie keine Sicherung des gesamten Systems, da Sie sonst Malware übertragen könnten. Verwenden Sie den Datei-Explorer und ziehen Sie Ordner manuell, oder ein Synchronisierungstool, falls Sie bereits eines verwenden.

  2. 2

    Führen Sie einen Scan in Windows Security durch

    Öffnen Sie Windows Security (in Windows 11: Start > Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Windows Security; in Windows 10: Start > Einstellungen > Update und Sicherheit > Windows Security) und wählen Sie Viren- und Bedrohungsschutz. Klicken Sie auf Scanoptionen und wählen Sie Vollständiger Scan, dann Jetzt scannen. Warten Sie, bis der Scan abgeschlossen ist, und folgen Sie den Anweisungen zur Entfernung gefundener Bedrohungen.

  3. 3

    Prüfen Sie, ob der Virenschutz deaktiviert ist

    Wenn Windows Security meldet, dass der Schutz deaktiviert ist, öffnen Sie Viren- und Bedrohungsschutz > Einstellungen verwalten und aktivieren Sie Echtzeitschutz. Wenn die Option nicht verfügbar bleibt, hat Malware möglicherweise die Einstellungen geändert. Führen Sie in diesem Fall Windows Security als Administrator aus oder verwenden Sie ein anderes Tool.

  4. 4

    Verwenden Sie ein zusätzliches Scan-Tool

    Laden Sie die kostenlose Version von Malwarebytes von der offiziellen Website herunter und installieren Sie sie. Starten Sie Scan und dann Jetzt scannen. Erlauben Sie dem Programm, gefundene Bedrohungen zu entfernen. Führen Sie nicht mehrere Antivirenprogramme gleichzeitig aus, da sie sich gegenseitig blockieren können.

  5. 5

    Bereinigen Sie temporäre Dateien und den Browser

    Öffnen Sie Einstellungen > System > Speicher > Temporäre Dateien und löschen Sie nicht benötigte Dateien. Gehen Sie in Chrome zu Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Browserdaten löschen, in Edge zu Einstellungen > Datenschutz, Suche und Dienste > Browserdaten löschen und entfernen Sie Cache und Cookies. Überprüfen Sie auch Erweiterungen und entfernen Sie unbekannte.

  6. 6

    Überprüfen Sie Autostart-Programme und Aufgaben

    Öffnen Sie den Task-Manager (Strg+Umschalt+Esc), gehen Sie zur Registerkarte Autostart (in Windows 11: Autostart-Apps) und deaktivieren Sie unbekannte Einträge. Überprüfen Sie anschließend im Taskplaner aktive Aufgaben und deaktivieren Sie verdächtige, löschen Sie jedoch keine Systemaufgaben, wenn Sie nicht sicher sind, wofür sie dienen.

  7. 7

    Aktualisieren Sie Windows und alle Programme

    Öffnen Sie Einstellungen > Windows Update (in Windows 10: Einstellungen > Update und Sicherheit > Windows Update) und klicken Sie auf Nach Updates suchen. Installieren Sie alle verfügbaren Patches und aktualisieren Sie auch Browser, Office und andere Anwendungen. Regelmäßige Updates schließen Sicherheitslücken, die Malware ausnutzt.

  8. 8

    Ändern Sie Passwörter von einem anderen Gerät aus

    Wenn Sie vermuten, dass Malware Passwörter gestohlen hat, ändern Sie von einem anderen, sauberen Gerät aus die Passwörter für E-Mail, Bank- und andere wichtige Konten. Aktivieren Sie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das verhindert Missbrauch, selbst wenn ein Passwort kompromittiert wurde.

  9. 9

    Stellen Sie das System bei Bedarf auf einen früheren Zustand zurück

    Wenn die Probleme weiterhin bestehen, verwenden Sie die Systemwiederherstellung: Geben Sie in der Startsuche Systemwiederherstellung ein und wählen Sie Systemwiederherstellung. Wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt und folgen Sie dem Assistenten. Diese Option stellt Systemdateien, Treiber und Programme wieder her, jedoch nicht Ihre persönlichen Dateien. Diese bleiben erhalten, wenn Sie eine Sicherung erstellt haben.

Wenn nichts hilft: Erweiterte Optionen

Wenn Malware auch nach allen Schritten aktiv bleibt, können Sie Diesen PC zurücksetzen mit der Option Meine Dateien behalten versuchen. Gehen Sie zu Einstellungen > System > Wiederherstellung > Diesen PC zurücksetzen (in Windows 10: Einstellungen > Update und Sicherheit > Wiederherstellung) und wählen Sie Meine Dateien behalten. Dadurch werden Programme entfernt und Windows auf den Ausgangszustand zurückgesetzt, persönliche Dateien bleiben jedoch erhalten. Erstellen Sie jedoch vorher unbedingt eine Sicherung. Wenn auch das nicht funktioniert, bleibt nur eine Neuinstallation von Windows, was mehr Zeit und Fachkenntnisse erfordert. Denken Sie immer daran: Vorbeugung ist der beste Schutz: regelmäßige Updates, Vorsicht bei Anhängen und starke Passwörter.

So beugen Sie vor

  • Aktualisieren Sie Windows und alle Anwendungen regelmäßig
  • Laden Sie keine Programme von unbekannten Websites herunter und vermeiden Sie „Crack“-Dateien
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Konten
  • Erstellen Sie regelmäßig Sicherungen Ihrer wichtigen Daten

Wann Sie einen Profi rufen sollten

Wenn die Symptome auch nach allen Schritten anhalten oder wenn Dateien verschlüsselt sind (Ransomware), ist es besser, sich an einen IT-Experten zu wenden. Auch wenn Sie unsicher sind, wie Sie eine Sicherung erstellen oder das System zurücksetzen, suchen Sie Hilfe.

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Häufige Fragen

Verliere ich Daten, wenn ich einen Virus lösche?

Nein, wenn Sie die Bedrohung ordnungsgemäß entfernen, bleiben persönliche Dateien unberührt. Allerdings kann Malware Dateien verschlüsseln oder löschen, daher ist eine Sicherung vor der Bereinigung entscheidend.

Wie lange dauert ein Computer-Scan?

Ein vollständiger Scan kann je nach Festplattengeschwindigkeit und Datenmenge zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden dauern. Ein Schnellscan ist kürzer, kann aber einige Bedrohungen übersehen.

Kann ich Ransomware selbst entfernen?

Ransomware ist komplex und gefährlich. Wenn Dateien verschlüsselt sind, versuchen Sie nicht, sie selbst zu entschlüsseln. Wenden Sie sich an Experten und zahlen Sie kein Lösegeld, da dies keine Wiederherstellung der Daten garantiert.

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